Wie sehen wir Dinge?
Schau dich im Zimmer um. Du siehst Spielsachen, Wände, vielleicht ein Fenster. Aber wie kommt die Welt in deine Augen hinein, damit du sie sehen kannst?
Licht springt überallhin
Sehen beginnt mit Licht. Licht strömt aus der Sonne oder einer Lampe und springt dann von allem um dich herum ab — von deiner Hand, dem Tisch, der Katze. Ein Teil dieses springenden Lichts schiesst geradewegs in deine Augen.
Wenn ein Zimmer stockdunkel ist und gar kein Licht hat, kannst du nichts sehen. Kein Licht heisst kein Sehen!
Ein winziges Bild im Auge
Die Vorderseite deines Auges arbeitet wie eine kleine Linse, genau wie in einer Kamera. Sie biegt das einfallende Licht und macht daraus ein klares, winziges Bild. Dieses Bild landet auf der Rückseite deines Auges, auf einer besonderen Leinwand, die Netzhaut heisst.
Und jetzt das Lustige: Das kleine Bild landet dort auf dem Kopf!
Dein Gehirn dreht es um
Die Netzhaut verwandelt das Bild in Nachrichten und schickt sie sausend an dein Gehirn. Dein cleveres Gehirn liest die Nachrichten und dreht das Bild wieder richtig herum. Erst dann “siehst” du — also siehst du eigentlich genauso mit dem Gehirn wie mit den Augen.
Wunder-Fakt: In jedem Auge hast du einen winzigen blinden Fleck, an dem du gar nichts siehst. Du merkst es nie, weil dein Gehirn das fehlende Stück ganz leise ausfüllt!