Wie hält ein Kühlschrank das Essen kalt?
Öffne den Kühlschrank, und ein kühler Hauch strömt heraus. Deine Milch und dein Käse bleiben darin tagelang frisch. Aber ein Kühlschrank kann gar keine Kälte “machen”. Was ist also sein Trick?
Ein Kühlschrank befördert Wärme weg
Jetzt die Überraschung: Kälte ist nur ein Ort mit weniger Wärme. Um das Innere kalt zu machen, fügt der Kühlschrank keine Kälte hinzu — er nimmt die Wärme heraus und trägt sie woanders hin.
Stell es dir vor wie Wärme aus einer Kiste schöpfen, mit einem unsichtbaren Löffel. Je mehr Wärme der Kühlschrank wegschöpft, desto kühler wird das Essen darin.
Eine besondere Flüssigkeit übernimmt das Tragen
Im Kühlschrank läuft ein dünnes Rohr, gefüllt mit einer besonderen Flüssigkeit. Während diese Flüssigkeit durch den kalten Teil im Inneren fliesst, saugt sie Wärme aus deinem Essen und der Luft auf, wie ein Schwamm Wasser aufsaugt.
Jetzt warm, wird die Flüssigkeit nach hinten an den Kühlschrank gepumpt. Dort lässt sie all die Wärme in den Raum ab. (Darum fühlt sich die Rückseite eines Kühlschranks warm an — fühl sie mal vorsichtig!)
Dann fliesst die Flüssigkeit wieder hinein, kühl wie zuvor, bereit, neue Wärme aufzusaugen. Immer im Kreis, Tag und Nacht.
Ein Kreislauf ohne Ende
Dieser wärmetragende Kreislauf hört nie auf, solange der Kühlschrank eingesteckt ist. Wärme von innen schöpfen, hinten ablassen, wiederholen — und dein Essen bleibt schön kalt.
Wunder-Fakt: Dein Kühlschrank wärmt sanft deine Küche! All die Wärme, die er aus dem Essen nimmt, muss ja irgendwohin — in den Raum.