Wie funktioniert ein Reissverschluss?
Du ziehst an einer kleinen Lasche deiner Jacke und zzzip — zwei lose Seiten werden zu einer. Ziehst du zurück, fallen sie wieder auseinander. Wie macht das ein Reissverschluss?
Reihen winziger Zähne
Schau einen Reissverschluss genau an, dann siehst du zwei Reihen kleiner Höcker, die sich gegenüberstehen. Das sind die Zähne. Jeder Zahn hat einen kleinen Haken und eine kleine Mulde.
Für sich allein liegen die zwei Reihen nur nebeneinander und tun nichts. Sie brauchen einen Helfer, der sie verbindet — und genau dafür gibt es den Schieber.
Der clevere Schieber
Die kleine Lasche, an der du ziehst, heisst Schieber. In seinem Inneren sind glatte, schräge Rampen, die man Keile nennt.
Ziehst du den Schieber nach oben, führen die Keile jedes Zahnpaar zusammen und drücken es sanft, sodass ein Zahn sauber in die Lücke des anderen einhakt. Zahn für Zahn klicken sie an ihren Platz — und der Reissverschluss ist zu!
Wieder nach unten
Ziehst du den Schieber nach unten, schiebt sich ein Keil in der Mitte zwischen die Reihen und hebelt die Zähne wieder auseinander, einen nach dem anderen. Die zwei Seiten lösen sich und der Reissverschluss geht auf.
Ein Reissverschluss “klebt” also nie wirklich — der Schieber hakt die Zähne nur ein und wieder aus, während er wandert.
Wunder-Fakt: Der Reissverschluss wurde vor über 100 Jahren erfunden, hiess zuerst aber “Klemmschloss” — der lustige Name kam erst vom zzzip-Geräusch, das er macht!