Warum schwimmt Eis?
Wirf einen Eiswürfel in dein Glas und schau, wie er oben wippt. Ein Stein oder eine Münze würde aber sofort nach unten sinken. Eis ist doch nur gefrorenes Wasser — warum schwimmt es also, statt zu sinken?
Leichte Dinge schwimmen
Zuerst eine kleine Regel: Ob etwas schwimmt, hängt davon ab, wie schwer es für seine Grösse ist. Dinge, die für ihre Grösse leicht sind, schwimmen, und Dinge, die für ihre Grösse schwer sind, sinken. Ein grosser Wasserball ist leicht für seine Grösse, darum wippt er auf dem Wasser.
Beim Gefrieren dehnt sich Wasser aus
Hier ist die Überraschung, die in einem Eiswürfel versteckt ist. Wenn Wasser gefriert, ordnen sich die winzigen Teilchen, aus denen es besteht, und drücken sich auseinander und lassen kleine Lücken. So dehnt sich das Wasser aus und braucht mehr Platz als vorher.
Es ist immer noch genau dasselbe Wasser — aber jetzt füllt es einen grösseren Raum. Dadurch wird Eis leichter für seine Grösse als das Wasser ringsum.
Darum schwimmt Eis!
Weil Eis für seine Grösse leichter ist, kann es nicht sinken — es steigt auf und schwimmt oben. Darum wippen Eiswürfel in deinem Getränk, und darum bildet sich eine Eisschicht oben auf einem kalten Teich, nicht unten.
Wunder-Fakt: Schwimmendes Eis ist ein Lebensretter! Im Winter bleibt das Eis oben auf dem Teich, und die Fische schwimmen fröhlich im ungefrorenen Wasser darunter.