Warum schlafen manche Tiere den ganzen Winter?
Stell dir vor, du schläfst vom ersten Schnee bis die Blumen wiederkommen. Manche Tiere tun genau das! Das nennt man Winterschlaf, und es ist ein cleverer Weg, durch den kalten Winter zu kommen.
Warum ein Winter-Schläfchen?
Im Winter gefriert der Boden und viele Pflanzen hören auf zu wachsen. Beeren, Käfer und Samen sind dann sehr schwer zu finden. Würde ein kleines Tier weiter herumlaufen und nach Futter suchen, würde es vielleicht seine ganze Kraft verbrauchen und fast nichts zu fressen finden.
Statt zu suchen, machen manche Tiere etwas Erstaunliches: Sie fallen in einen ganz tiefen Schlaf und warten auf den Frühling.
Ein Körper in Zeitlupe
Während des Winterschlafs wird der Körper des Tieres ganz langsam. Sein Herz schlägt langsamer, das Atmen wird sanft, und sein Körper wird kühl. Es braucht fast keine Energie, wie ein Spielzeug, bei dem der Schalter beinahe ausgeschaltet ist.
Was hält es dann am Leben? Im Herbst frisst und frisst das Tier, um sich eine dicke Schicht Fett anzufuttern. Den ganzen Winter lang verbrennt der schlafende Körper langsam dieses gespeicherte Fett als Treibstoff.
Wer hält Winterschlaf?
Siebenschläfer, Igel, Fledermäuse und Erdhörnchen sind berühmte Winterschläfer. Wenn im Frühling die warme Luft und frisches Futter zurückkommen, wachen sie auf, strecken sich und haben Hunger auf ein Frühstück!
Wunder-Fakt: Das Herz eines schlafenden Erdhörnchens kann von über 200 Schlägen pro Minute auf nur wenige fallen — so langsam, dass man denken könnte, es hätte aufgehört!