Warum fliessen Flüsse?
Ein Fluss ist immer in Bewegung, Tag und Nacht, und macht nie eine Pause. Er rauscht über Steine und schlängelt sich um Kurven. Aber was gibt einem Fluss seinen Schwung? Das Geheimnis ist eine Kraft, die du nicht sehen kannst und die das Wasser mit sich zieht.
Wasser geht immer bergab
Das grosse Geheimnis ist die Schwerkraft — dieselbe Kraft, die einen Ball wieder herunterzieht, wenn du ihn hochwirfst. Die Schwerkraft zieht alles zum Boden, und dazu gehört auch das Wasser.
Darum kann Wasser von selbst nie bergauf fliessen. Es rollt immer bergab, zu tieferen und tieferen Stellen. Ein Fluss ist einfach Wasser, das der Schwerkraft den ganzen Weg nach unten folgt.
Von den Bergen zum Meer
Die meisten Flüsse beginnen hoch oben in den Hügeln und Bergen. Dort fällt Regen, und Schnee schmilzt in der warmen Sonne. All dieses Wasser rinnt zusammen zu winzigen Bächen.
Die kleinen Bäche schliessen sich zu grösseren Bächen zusammen, und diese werden zu einem breiten Fluss. Mit Hilfe der Schwerkraft fliesst der Fluss immer weiter hinunter, über das Land, bis er endlich das Meer erreicht. Das ist die lange Reise des Flusses nach Hause.
Immer wieder im Kreis
Das Wasser bleibt nicht im Meer. Die Sonne wärmt es, und es steigt als unsichtbarer Dampf in den Himmel. Es bildet Wolken, fällt wieder als Regen, und die ganze Reise beginnt von neuem. Diesen endlosen Kreislauf nennt man den Wasserkreislauf.
Wunder-Fakt: Die längsten Flüsse der Welt sind so lang, dass das Wasser Wochen braucht, um von den Bergen bis ganz hinunter ans Meer zu reisen!